Das problematische Nord-Südgefälle in der Nutzung
von Muttermilch .
Eine nach Darwin biologisch begründbare Arbeitshypothese mit vermutlich
nachdenklichen Folgen für die Vorgeschichtsforschung
Zwei Fakten
1.) Kein erwachsenes Säugetier kann Muttermilch verdauen.
??
aber
2.) Die Bevölkerung im Gebiet der westlichen Ostsee kann Milch verdauen.
---------------------------------------------------------------------------------------
Arbeitshypothese
1.) Die Grundnahrung der post-madalénischen Bevolkerung im Norden
war die Milch.
2.) Dadurch folgend :Die Kultur im Norden gründete im Ursprung nicht auf Landwirtschaft sondern auf einer
Viehwirtschaft. w
(Sie unterscheidet sich dadurch grundlegend von den Kulturen im Süden) ------------------------------------------------------------------------------------------------
Ein bislang ungelöstes biologisches Problem :
1.) Ohne Milchzucker keine Säugetiere
aber
2.) Kein Säugetier kann Milchzucker nach der Stillzeit verdauen.
???
Eine auf den ersten Blick glaubhaft einfache Erklärung :
Kein Säugetier bringt Milch- als Raubtier,Jäger oder Sammler - als " Beute"
ins Lager. Milch erscheint nicht auf dem ´Speisezettel´ und damit ´verlernt´
der Körper zum Ende der Stillzeit die Fähigkeit Muttermilch zu verdauen.
Problem: Kann man eine Erbanlage passiv verlernen ?
Problem
Warum wird Milch für erwachsene Säugetiere ´ungenießbar´
Ein Konstruktionsfehler in der Evolution ?
Nebenbei: Die Milchzucker-Unverträglichkeit ist keine Krankheit´. (Google)
Die Unverträglichkeit ist - aus guten Gründen- nach Darwin die " notwendige" Norm. s.u.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Milch
Der Selektionsfaktor nach Darwing/% Mensch Kuh Schaf Ziege Pferd Rentier
Wasser 87,2 87,5 82,7 86,6 90,1 82.8
Kohlenhydrate 7,0 4,8 6,3 3,9 5,9 5.5
Fett 4,0 3,7 5,3 3,7 1,5 7.4
Eiweiß 1,5 3,5 4,6 4,2 2,1 3.6
kcal/100 ml 70 66 86 65 43
kJ/100 ml 294 278 361 273 180
Der rel. hohe Eiweißgehalt der Kuhmilch wird vom Säugling schlecht vertragen. Die End-
produkte der Eiweisverdauung (u.a. Harnstoff) .mussen von der Niere ausgeschieden
werden. Die Niere des Säuglings muss sich erst anpassen, muss ´lernen´.
Die Milch der Kuh mit 3.5 % Eiweiß muss als Säuglingsnahrung verdünnt werden.
Die Milch vom Pferd ist für Säuglinge besser verdaulich
--------------------------------------------------------------------------------------
Cholesterin 25 mg 12 mg Frage: Wieviel Cholesterin in voll
adaptierter Muttermilch ?
--------------------------------------------------------------------------------------
Problem I : Die Angaben für Wasser (87.2 %) und für die Kohlehydrate (7g%)
in der Muttermilch sind biologische Konstanten. Genetisch optimal eingestellt
nach Darwin durch Mutation / Selektion. Für Menschen
70 gr Kohlehydrate und 870 ml Wasser in einem Liter Muttermilch
Nicht mehr und nicht weniger .
Problem II: Die biologisch optimal notwendigen 70g "Zucker" in einem Liter
Muttermilch erzeugen einen osmotischen Druck, der weit mehr als 870
Wasser aus dem Blut in die Milchdrüse zieht.
Der osmotische Druck muss vermindert werden.
WIE ? Der osmotische Druck der Kohlehydrate in der Milch wird durch einen
>Trick< halbiert
----------------------------------------------------------------------------------------
----------------------------------------------------------------------------------------
Die benötigten 870 ml Wasser in einem Liter Muttermilch kann im Körper nur passiv
durch ein osmotsiches Druckgefälle aus dem Wasser in den Blutgefäßen in
das Gewebe der Milchdrüse gezogen werden
semipermeabel = Halbdurchlässig. Eigenschaft einer Membran,die
nur für bestimmte Stoffe nur in einer Richtung durchlässig ist.
(z.B.für Wasser ja, für Milchzucker aber nicht )
----------------------------------------------------------------------------------------
Letzendlich zum Verständnis entscheident
Wasser fließt im Körper immer passiv aus Gebieten mit niedrigem
in Gebiete mit hohem osmotischem Druck, ( gemessen in mosmol.)
(z.B. von 100 mosmol in ein Gebiet mt 600 mosmol)
osmotisch fließt Wsserdurch eine semipermeable Membran * bergauf*.
-----------------------------------------------------------------------------------------
Ein entscheidender Punkt in der " Konstruktion" von Säugetieren
Der osmotische Druck hängt ab von der Zahl der gelösten Moleküle nicht von der Größe
deshalb
Problemlösung
Durch Bildung eines Doppelmoleküls wird die Zahl der " Zuckermoleküle" in der Milch halbiert
bei unverändet ~70 gr Kohlehydrate in einem Liter Muttermilch
Die wasserziehende, osmotische Kraft der Zucker (Kohlehydrate) in
der Milch wird durch Bildung eines Doppelmoleküls halbiert
![]()
Der Milchzucker ( Laktose) in der Milch der Säugetiere ist kein normaler
Z ucker, keine normale Glukose. Es ist eine Verbindung von zwei Molekülen .
1 Glukose + 1 Galaktose = 1 Molekül Laktose (Milchzucker)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------
Eine Rechnung
Im
Plasma des Blutes befinden sich ~ 1 g Glukose /L.
in der Muttermilch
70 g Glukose-Galaktose /L
Wenn die Zucker-Kohlehydrate in der Muttermilch aus " normalem" Zucker,
aus Glukose und Galaktose bestehen würde, dann hätten die Kohlehydrate
in der Milch einen osmotischen Druck von ~ 440 mosmol.
Entsprechend viel Wasser w ürde durch eine " halbdurchlässige" Membran
in die Milchdrüse gezogen. Die biologisch optimalen 870 ml Wasser in der Muttermilch würden vermutlich weit überschritten.
Problem: Zu viel für den Wasserhaushalt des Neugeborenen
Durch Bildung eines Doppelmoleküls halbiert sich die Zahl der Moleküle.
Der osmotische Druck der Zuckermoleküle in der Muttermilch wird vermin-
dert von 440 auf ~220 mosmol.
Ziel erreicht Der osmotische Druck in der Muttermilch und damit der Wasser- einstrom in die Milchdrüse wird deutlich vermindert
In einem Liter Muttermilch können die nach Darwin vermutlich biologisch
optimal benötigten 70 gr Kohlehydrate in optimal benötigten 870 ml Wasser
gelöst werden .
----------------------------------------------------------------------------------------
Die Niere ist noch nicht in der Lage den Wassergehalt des Körpers aktiv zu verdünnen
oder zu konzentrieren.Das steuernde Durstgefühl muss Erfahrung sammeln, muss lernen.
Gelangt Milchzucker in den Enddarm,dann wird der Doppelzucker durch Bakterien gespal-
ten. Der osmotische Druck steigt entsprechend an.Wasser fließt ein. In der Folge :Durchfall)
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Soweit, so gut,.aber gedankliches Ungemach :
Darwin´s Theorie und der Säugling müssten eigentlich zufrieden sein,
sind es aber nicht !
Laktose unverdaulich
Die Laktose (Milchzucker) vermindert als Doppelmolekül zwar den osmoti-
schen Druck, vermindert dadurch den Einstrom von Wasser in die Milch,
bewirkt aber gleichzeitig neue Probleme
Das Doppel-Molekül ist für erwachsene Säugetiere unverdaulich.
Unverdauliche Muttermilch ? Machte Darwin ein Gedankenfehler ?
???
Der Grund : Durch die Verbindung von Glukose und Galaktose wird das Laktose-Molekül etwa doppelt so gross. Wegen seiner Grösse kann das Doppelmolekül osmotisch nicht durch die Öffnungen einer semipermeablen
(halbdurchlässigen) Zellmembran gezogen werden.
Der Milchzucker *wandert* nicht durch die Membran des Dünndarms, gelangt
nicht ins Blut, erreicht nicht die Körperzellen.
Eine biologische Katastrophe, denn im * Feuer* der Kohlehydrate verbrennt biochemisch u.a .das Fett. Ohne Kohlehydrate geht der Ofen aus.
Was soll - nach Darwin - ein Säugetier mit einer Nahrung,
die es nicht verdauen kann?
---------------------------------------------------------------------------------------------------------
Laktase an Die Evolution hat sich beim Basteln mit dem Doppelmolekül etwas " gedacht ".
Durch ein spezielles *Baby-Enzym*, die Laktase, wird das grosse Milch-
Während der Stillzeit trennt das Enzym Laktase beim Säugling im
zuckermolekül im Dünndarm des Säuglings wieder auf ein biologisches
Normalmaß zurückgeführt. Das Doppelmolekül wird durch die Laktase ge-
spalten.
Es entstehen im Dünndarm aus dem einem Milchzuckermolekül wieder die
beiden Ausgangsmoleküle,die Glukose und die Galaktose. Sie werden Bau-
steine des Stoffwechsels.
Bei allen Säugetieren der gleiche biochemische Mechanismus
Dünndarm die Verbindung zwischen Glukose und Galaktose
oder " macht aus einem Molekül in der Muttermilch wieder zwei "
macht Milchzucker verdaubar
--------------------------------------------------------------------------------------------------------
Laktase " aus"
Soweit lässt sich der biologisch verwunderliche Milchzucker aus osmoti-
schen Gründen in einer Arbeitshypothese begründen, aber es droht erneutes gedankliches Ungemach
Mit ca. 16 Monaten wird beim Säugling das Enzym Laktase genetisch inaktiviert
Der Milchhzucker wird beim Säugling im Dünndarm nicht mehr gespalten.
Es bleibt ein grosses , unverdauliches Doppelmolekül.
Eine auf den ersten Blick einfache Erklärung:
Milchzucker wird nicht mehr benötigt Das Verdauungssystem des Säuglings
ist nach 16 Monaten ausreichend entwickelt und kann beginnen zusätzlich
andere Nahrung aufzunehmen. Der Körper ist in der Lage aus Kohlehydraten
z.B Nüssen oder Getreide eigene Glukose zu synhetisieren.
Einwand: Dabei würde aber eine aktive Laktase nicht stören. Kein Selektionsgrund
erkennbar, die Laktase in der DNA zu sperren
Als genetische Basis für die Laktoseintoleranz gilt heute eine Mutation in der regulatori-
schen Region des Lactase-Gens (Google)
Nebenbei : Eine Unverdaulichkeit von MIlchzucker ist keine weltweit verbreitete Krankheit
(s.Google) Es ist für Säugetiere die Norm.Eine Voraussetzung !
---------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die Erklärung kommt aus einer ganz anderen Ecke
Durch Aktivierung eines vorhandenen aber bislang ruhenden *Abschalt-Gens*
wird das Laktase -Enzym bei allen Säugetieren nach einer bestimmten Zeit-
spanne "stillgelegt".
Die Folge : Das inaktivierte Laktase-Enzym kann das Doppelmolekül Milch-
zucker beim älteren Säugling nicht mehr " angreifen", nicht mehr spalten.
Milchzucker passiert unverdaut den Dünndarm und erscheint im Dickdarm.Dadurch entsteht beim Säugling ein kleines Problem, denn - im Gegensatz
zum sterilen Dünndarm - hausen im Dickdarm massenhaft Bakterien. Sie
werden zur normalen Endverdauung im Dickdarm benötigt
Diese Bakterien können das grosse Doppelmolekül des Milchzuckers
spalten, denn sie besitzen das aktive Enzym Laktase. Für den Säugling
eine kleine Katastrophe, denn die Dickdarm-Bakterien knacken das grosse Doppelmolekül und verdauen in einem biologisch turbulenten Festschmaus
den Milchzucker auf ihre Weise. Enzymatisch unkontrolliert, hemmungslos.
(Hoch die Tassen !) Die Zahl der Zuckermoleküle verdoppelt sich, Die Osmose steigt an.
Wasser fließt in den Dickdarrm- Durchfall !
Die Evolution hat ihr Ziel erreicht. Der kleine Nachwuchs bekommt Ärger,
Blähungen, Durchfall, Kreislaufbeschwerden , Muskelspannungen,Schmerzen
Der Säugling ´lernt´ Muttermilch macht ´Bauchschmerzen´.
Der Säugling fühlt sich nach dem Trinken unwohl und
verweigert die Mutterbrust
( wird " neugierig" auf andere Nahrung, Steckt alles in den Mund)
Ein von der Evolution gewolltes Ziel ist erreicht
Die emotionale Mutter-Säugling- Bindung wird vom Säugling gelöst
--------------------------------------------------------------------------------------
Optimierung der Fortpflanzung
Der biologische Grund und das Ziel nach Darwin:
Die Laktase-Blockierung optimiert den
Fortpflanzungs-Zyklus
Die für die Aufzucht notwendige Gefühlsbindung zwischen Muttertier und
Säugling wird zeitlich begrenzt und optimiert den Lebensbedingungen der
Gruppe angepasst. Das Muttertier wird als Nahrungsspender nicht mehr
benötigt und kann wieder trächtig werden
Die Zahl der Jungtiere im Rudel steigt.---------------------------------------------------------------------------------------------------------
Laktase " an"
Soweit verständlich, aber erneut gedankliches Ungemach mit der Milch
Laktase an, dann Laktase aus, dann aber- in der Vorgeschichte Laktase wieder an
???
Bei einer kleinen Gruppe von Menschen wird die
Laktase nach der Stillzeit nicht abgeschaltet, sonden bleibt erhalten.
Der magdalénische Rentierjäger lernt , dass sich die Nahrungssicherheit
der Gruppe deutlich verbessert , wenn Tiere sich unter seinem Schutz fort-
pflanzen. Benötigt werden relativ "friedliche" Herdentiere, die man domes-
tizieren und melken kann. Rentiere, Rinder, Stuten, Schafe,Kamele
Es entsteht im Laufe von Jahrtausenden (?) eine Viehrwirtschaft. Weniger
Kinder sterben. Die Bevölkerung wächst. Die bislang nach Darwin notwen-
dige Optimieung eines umweltbedingten Fortpflanzungs-Zyklus verliert bei
den " Milchtrinkern"an Bedeutung.( z.B. Sommer-Winter)
Wann und wo wurde das erste Rentier gemolken und Milch getrunken ?
Nebenbei: Ahrensburg. Rentiere mit Steinen beschwert im ´sterilen´ Moor versenktOpferung oder Speisekammer ?
Ein Stück Rindfleisch im Moor versenken. Noch essbar nach einem halben Jahr ?
Eine Voraussetzung. Milch muss in ausreichender Menge verfügbar sein.
Der Siedlungsraum muss ein Gebiet
sein, in dem Kühe sich "wohlfühlen".
Ein klimatisch gemäßigtes, feuchtes
Klima und guter Boden; bewaldet
mit Laubbäumen und größeren Grass-
flächen, vermutlich entstanden durch
eine Waldweide. Zudem relativ dünn besiedelt. (Auerochs, Rückzüchtung)Ein über Jahrtausende erworbener kultureller Hintergrund der eiszeitlichen magdalénischen Rentierjäger ändert sich - mit Beginn des " Tauwetters" um
10000 nicht grundlegend. Das Tier bestimmt weiter´sein Leben, nicht eine mesolithische LandwirtschaftMIlch wird im Norden kulturell ´prägend´.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Vorgeschichtlich vermutlich folgenreich die Erklärung der weltweiten Verbrei-
tung der Fähigkeit Vollmilch zu verdauen. Z.B. gibt es in Europa ein
Nord- Südgefälle der Milchzucker-Verträglichkeitt (s.P.S.)
Schweden-Dänemark 98 %
Italien 30 %
Afrika - Asien 5 %
Die prozentuale Verteilung der Fähigkeit beim Menschen ein Leben lang
Frischmilch trinken zu können. Zumindest heute in Europa ein deutlicher
Abfall von Nord nach Süd. weltweit weitere Daten s.P.S.
Im Norden entstand die Megalith - Trichterbecherkultur (4000 - 2000 v.)
![]()
Die alte Frage: Was wurde aus den Bechern derTrichterbecherzeit im Norden getrunken ?
Beachte vorne die kleine ´Kindertasse´ . In Form und Grösse optimal heute
noch in der Krankenpflege als Schnabeltasse verwendet
![]()
(Baumgärtel)
Sahara, Rinderzeit *4000 v.
---------------------- -------------------------------------------------------------------------------------
dominante Vererbung
wo entstanden ?
Milch Käse
Es wird ´bislang´ vermutet, dass domestizierte Tiere und die Kenntnis des
Ackerbaues im 6- 5.ten Jahrtausend aus dem *Vorderen Orient* nach Nordeuropa gelangten. Der Ackerbau soll so wie im Süden letztendlich die Grundlage für eine allmähliche Kulturentwicklung auch im Norden gewesen
sein.
Eine auf den ersten Blick scheinbar´ gut begründbare Lehrmeinung, die
Problem :In Europa ist heute nur im Norden eine Erbanlage weit verbreitet,
aber aus Sicht der Milch-Biologie ´logische´ Schwierigkeiten bereitet.
die es Menschen ermöglicht Milchzucker auch nach der Stillzeit lebenslang
zu verdauen. Eine Phänomen, dass nach Darwin mit einer Mutation / Selek-
tion erklärt werden kann. Mit einem Selektionsdruck:
Pass dich an, oder stirb. (trink Milch oder verhungere)
Wenn aber vermutet wird, dass eine genetisch prägende Milch- Viehwirt-
schaft sich in der Frühzeit ursprünglich im Nahen Osten entwickelte, dann
müsste geklärt werden, warum in diesem vermuteten "Entstehungsgebiet"
heute - verglichen mit dem europäischen Norden - Vollmilch nur stark einge-
schränkt verdaut werden kann.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zudem die Fähigkeit auch als Erwachsener noch Vollmilch zu verdauen wrd
dominant vererbt
Es muss nach Darwin ein starker, statistisch wirksamenr tödlicher Selek-
tionsfaktor vorhanden sein. Für Rentierjäger könnte es der Hunger gewesen
sein. Unbekannt wann die Jäger Rentiere domestiziert und Milch getrunken
haben.
Das auslösende Problem: Wie - nach tausenden von Jahren - über-
leben ohne Rentiere ? Landwirtschaft lohnte nicht im mesolithisch subkritischen Norden
An Stelle der Rentiere, die weiter der zurückweichenden Tundra
nach Norden zogen wurden allmählich Waldrinder domestiziert.
Es entwickelte sich eine Viehwirtschaft.
Die Milch-Kuh wird religiös verehrt
(Auch in Ägypten und Sumer)
------------------------------------------------- ---------------------------------------
Gegen den europäischen Norden als ein mögliches Ursprungsgebiet der menschlichen Vollmilchtrinker spricht die Verwendung der Milch von Schafen
und Ziegen in Südeuropa.
Mit einer Einschränkung: Im Süden wird Milch von Schafen und Ziegen nicht vornehmlich getrunken sondern zu Käse verarbeitet .Vielleicht klimatisch be-
dingt. Frischmilch in warmer Umgebung wird schnell sauer,gerinnt und bildet
den sauren Quark; dieser koaguliert, zieht sich zusammen und scheidet
dadurch Wasser ab. Es ist die Molke (87%) mit dem Milchucker
Diese Molke enthält den Milchzucker.
Käse ohne Milchzucker wird dadurch weltweit für jeden genießbar.
Eine scheinbare Lösung mit einem Problem :
Der Verlust des Milchzuckers, d.h. der Kohlehydrate in der
Molke vermindert den Nährwert der Milch um ~1/3Cal/kg kg Milch Brennwert
Fett 9500 37 gr 351 Cal.
Eiweiss 4100 33 135
Milchzucker 4100 49 187
Poulsen hat 1983 die Ertragskraft der dänischen Böden in der Bronzezeit
analysiertintregrierte Gesamtwirtschaft 6.4 (1.9)
nur Viehwirtschaft 4.9 (1.4)
nur Getreideanbau 2.1 (0.7)Personen pro 100 Hektar (1 qkm). In Klammern die Anzahl der Personen,
die auf Sandböden oder in Feuchtgebieten siedeln konnten. Über die Mög-
lichkeiten im Zeitfenster der Megalithgräber und der Trichterbecherkultur
(4000-2000 v.) gibt es wohl systembedingt keine entsprechenden Daten.
Bei einer gemischten Wirtschaft hängt das Überleben nicht von der VOLL-
milch ab .Die Milch kann über die Bereitung von Käse verwendet werden,
aber die Milch wäre - im Rahmen einer integrierten Gesamtwirtschaft .-
lediglich Teil der Ernährung, nicht die Grundlage. Ein ausreichender Selek-
tiondruck für eine dominante Vererbung könnte vermutlich in einer integrierten
Gesamtwirtschaft nicht entstehen
----------------------------------------------------------------------------------------
Neben dem Brennwertverlust könnte auch das Calcium in der Nahrung eine
dominante Rolle gespielt haben. (s.P.S.) -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die Biologie meldet sich im Norden zum zweiten Mal
Ein für die genetische Anpassung notwendiger Selektionsdruck wird im
Norden erneut erkennbar. Bei der hellen Hautfarbe bewirkte ein mäßiger Selektionsdruck der Rachitis eine rezessive Vererbung einer weissen Haut
Eine maßige , rezessive´ Behinderung der Bevölkerungsentwicklung.
Beim Laktase-Problem war aber der Selektiondruck im Norden
ein dominant tödliche Hunger.
Die Vererbung war oder wurde damit zwingend dominant und die Dauer- milchtrinker konnten im Norden übereben.
( war: Rentierjäger konnten bereits Milchzucker spalten. wurde: sie lernten es im Norden)
Der Nachweis einer lebenslang aktiven Laktase bei den´Nordleuten´ stützt
die Annahme, dass Milch im Norden das Grundnahrungsmittel gewesen ist
----------------------------------------------------------------------------------------
Wenn diese Vorstellungen stimmen, dann hatten die nördlichen Post-Magda-
lénier reichlich Gründe ihre lebenspendende *Mutter-Kuh* göttlich zu verehren. Mythische Figuren und Symbole im Norden erhalten eine einfache´ Deutungs- möglichkeit
Alles in Allem bis heute : Die Milch macht´s![]()
![]()
![]()
![]()
Schweden Dänemark Angelsachsen -------Bronzezeit----um 1000 v.--------- Gürtelschnalle , 700
Facit: Die Erbanlage der nördlichen Post-Magdalénier wird im Norden
zweifach zur Anpassung gezwungen: Durch die Rachitis bei fehlender Sonne
und durch Hunger bei ´normaler´ genetisch bedingter, lebenslanger Unver-
träglichkeit von Muttermilch. (Laktoseintoleranz)
Die typische Nord-Süd Verbreitung der Laktase stützt die Hypothese:
1.) Im Norden wurde die Milchwirtschaft zur Grundlage einer speziellen Nordkultur
2.) Nach dem Ende der letzten Eiszeit um 10000 v. lebten im Norden
lebenslang Milch trinkende Post-Madalénier-Proto Germanen.
( Laktoseintoleranz ist keine Krankheit ! Sie ist bei erwachsenen Säugetieiren ´normal´).
Milchtrinken ist ab-normal
...................................................................................................................................
----------------------------------------------------------------------------------------Baumgärtel, E. Dolmen und Mastaba. Der Alte Orient, 1926
Benecke, Norbert * Der Mensch und seine Haustiere. (Die Geschichte einer jahrtausendalten Beziehung. 1994 *Haack,K. http://www.mcdonald.cam.ac.uk/genetics/khindex.html
Sauter, Herrmann * Studien zum Kimmerierproblem*,
http://www.kimmerier.de/ (gut)
P.S.In den Knochen von neolithischen Skeletten konnten aDNA-Proben unter-
sucht werden. Die genetische Anlage zum lebenslangen Verdauen von Milch-
zucker, war nicht nachweisbar. Keine lebenslange ´Laktase-Persistence´
(http:Burger)
http (Wiki) Genetische Untersuchungen an prähistorischem Knochenmaterial
im Institut für Anthropologie an der Universität Mainz lassen vermuten, dass
das DNA-Material der Vertreter der Bandkeramiker zu einem Viertel Varian-
ten aufweist, die heute im menschlichen Erbgut nicht mehr vorkommen.[3]
Das ließe nur den Schluss zu, dass nachfolgende Kulturen aus zugewander-
ten Völkern oder Stämmen hervorgingen, und dass die Bandkeramiker fast vollständig ausgestorben sind.
Es konnten bisher sechs Skelette analysiert werden. DNA - Material von mesolithischen bzw. paläolithischen Jäger-und-Sammler-Populationen liegen
noch nicht vorNaheliegend dann die Möglichkeit, dass um 5000 v ,
der Zeit der Linear-Band-Keramik Kultur Vollmilch
noch nicht verdaut werden konnte. Demnach müsste
die Genmutation nach dieser Zeit entstanden sein ,
oder der Bandkeramiker hatte ethnisch mit den Ren-
tierjägern keine paleo-mesolithische Verbindungen.
Durch die dominante Vererbung könnte in einem isolierten Gebiet - bei
einem starken Selektionsdruck- eine einzelne Mutation sich dominant flächendeckend durchsetzen.
Es ist bislang nicht nachweisbar, dass sich die Laktasepersistence nur im
europäischen Norden entwickeln konnte. (Neben der Kuh auch das Kamel )
Problem I *Lernten * auch die Rentierjäger, die im eisfreien Norden nach
10000 v.. einwanderten erst im 5.ten Jahrtausend Milch zu verdauen, oder
konnten sie es bereits seit tausenden von Jahren ?
(Für Rentierjäger eigentlich naheliegend)
Problem II Wenn die mitteleuropäischen Bandkeramiker keine genetischen
Verbindungen zu den Rentierjägern hatten, dann wären die Bandkeramiker
keine Post-Magdalénier ?.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
http://benmuse.typepad.com/ben_muse/2007/09/lactose-intoler.html (Historisch)Region bzw. Ethnie Laktoseintoleranz %
Südostasien 98 China 93 Aborigines 85 Inuit (Alaska) 80
Zentralasien 80 Afro-Amerikaner 79 Südamerika 65-75 Sizilien 71
Südindien 70 Südfrankreich 65 Massai 62 Kreta 56
Balkan 55 Norditalien 52 Indianer 50 Süditalien 41
Nordindien 27 Beduinen 25 Tutsi (Ruanda) 20 Finnland 18
Nordfrankreich 17 Deutschland 15 Tuareg 13 Weiße US-Amerikaner 12
Großbritannien 5-15 Dänemark 5 Schweden 2
Quellen: [7]; [8]; Artikel Lactose Intolerance in The Cambridge World History of Food,
ed. by Kenneth F. Kiple, Cambridge 2000, S. 1060; Norman Kretchmer:
Lactose and Lactase, in: Scientific American, Oct. 1972; Michael de Vrese u.a.,
Probiotics — compensation for lactase insufficiency? in: American Journal o
f Clinical Nutrition 2001; Vol. 73, No. 2, S. 421-429; RT Jackson u.a., Lactose
malabsorption among Masai children of East Africa, in: A
Rentierjäger, Raubtiere und das CalziumPercent of lactose intolerant population:
African Blacks 99 Asian Indians,Dravidians 97 Nigerians, Yorba & Ibo tribes 99
Filipino 90 Bantus 90 Thais 90
Japanese 85 Taiwanese 85 Indians, American 85
Greek Cypriots 85 Mediterraneans 80 Greenland Eskimos 80
Arabs 78 Ashkenazi Jews 78 Mexicans 75
Turks 72 American Blacks 70 Peruvians 70
Jews 70 Australian aboriginals 70 Maoris, New Zealand 64
Jews, Israeli 58 Samoans, New Zealand 54 Nigerians 20
Finns 18 Europeans, middle 15 Pakistanis, NW Indians 10
New Zealand Europeans 9 American Caucasians 8 Swiss 7
Northern Europeans 5 Danes 2http://niazi.com/Milk/bitter.htm
------------------------------------------------------------------------------------------------
Hypothese Zwei MöglichkeitenWoher hatten die Rentierjäger das für die Knochenbildung notwendige
Calzium ?
http://www.vitanet.de/ernaehrung/spezielle-diaeten/osteoporose/kalziumgehalt/
Calziumgehalt in mg pro 1000 ml
Milch 1230
Joghurt 1230
Quark 850
Emmentaler 1.2000
Molke 680
Trinkwasser 10-300
-------------------------------------------------------------------------------------------------
Haselnüsse 2250
Brokkoli 1130
Grünkohl 2100
Fenchel 1090
Grüne Bohnen 560
Petersilie 1450
Äpfel 50
-------------------------------------------------------------------------------------------------
Roggenbrot 290
Kartoffeln 100
Sojabohnen 2600
Rindsfilet 70
Diese 70 mg sind für Rentierjäger ein Problem
denn
Der Mensch benötigt täglich ca.~1000 mg Calzium
In diesen Mengen kann ein Mangel an Calzium in der Ernährung zum Problem
werden. Ohne Calzium keine tragfähigen Knochen. Ohne Knochen ------ . . ...
Pflanzenfresser finden ausreichend Calzium in der Nahrung . Im afrikanischen
Ursprungsgebiet unserer DNA wohl - in der Regel - kein Problem.
Raubtiere als ´reine´ Fleischfresser zerbeissen die Knochen, verdauen das Stütz-
gewebe und resorbieren das freiwerdende Calzium des Knochens.
Lehrstunde mit meinem Hund
Problem: Raubtiere als reine Fleischfresser müssen Knochen zerbeissen und verdauen.
Habe versucht meinem langjährigen Hund einen Knochen vom Teppich wegzunehmen und
zur Schnonung des Teppichs in seinen Korb zu legen. Ich versuche es nicht noch einmal.
Er hat den Knochen auf dem Teppich knurrend >verdaulich< zerkleinert.![]()
Über Verteilung des Knochens wird nicht verhandelt
Problem !!:
Woher stammt das benötigte Kalzium der Rentierjäger ?
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Aus Sicht der vorstellbaren Ernährungsmöglichkeiten konnten eiszeitliche Rentier-
jäger nur als quasi Raubtiere im Norden überleben. Wenn, dann müssten sie wie
alle Raubtiere die Knochen verwertet haben, oder 500 gr. Haselnüsse pro Tag
verzehrt haben ( Problem. Haselnüsse im Jagdgebiet der Rentierjäger ?. Im heutigen Lappland?
oder
Rentierjäger tranken Milch
( Die Vermutung, dass das Laktase-Enzym sich erst um 5000 v. in Mitteleuropa-Bandkeramiker
entwickelte würde dann nicht zutreffen)
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
"Einige Leitgedanken . denen ich eine kleine Geschichte einer Frau voranstellen
möchte, die ein aus Lettland geflohenes Mädchen als Hausgehilfin angestellt
hatte und bald zu ihrem Schrecken feststellen musste, dass das Mädchen
weder mit dem Staubsauger, der Waschmaschine, noch mit den verschiede-
nen anderen Küchengeräten umgehen konnte.
Was kannst du denn?" fragte sie verzweifelt.
Das Mädchen strahlte voller Stolz und sagte:
"Ich kann ein Rentier melken." (google)
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Im Sommer ernaehren sich die Zaatan ueberwiegend von
"weissen Speisen", die aus Rentiermilch gewonnen werden. Die
Milch hat einen Fettgehalt von 14 % (Kuhmilch dagegen hat
4,1 % Fett). Die hohe Ergiebigkeit der Milch gleicht die
weit geringere Menge des Melkertrages aus.
(Zaatan mongolische Rentierzüchter)
Die auffallende Körpergrösse der Germanen könnte mit der lebenslangen
biologisch optimalen Vollmilchernährung zusammenhängen.(u.a.Kalzium ! )
Zumindest Tacitus wunderte sich über die * hühnenhaften Leiber* der
Germanen.
-----------------------------------------------------------------------------------------
Mein Problem: Ich finde im eiszeitlichen Lebensraum der Rentiere keine für
Menschen ausreichend verwertbare " Kalziumquellen."
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
HomeRachitis: Projekt in Nigeria
Eine durch den Afrikakreis angestoßene Vernetzung stellte Bringmann beispielhaft
vor: Das Rachitis-Projekt der Tropenmedizin und der Geographie. In manchen
Gebieten Nigerias leidet ein großer Prozentsatz der Bevölkerung massiv an
Rachitis. Mehr als 800 Kinder sind betroffen; durch die Erweichung der Knochen
sind ihre Beine teils schwer deformiert.
Die Tropenmediziner fanden heraus, dass die Ursache dafür kein Mangel an
Vitamin D ist (Rachitis), sondern zuwenig Kalzium im Trinkwasser und in den Böden
„Ein klarer Fall also für eine Kooperation mit den Geographen, die seitdem intensiv
mit den Medizinern zusammenarbeiten“, so Bringmann. Inzwischen gebe es beein-
druckende Erfolge. den Kindern konnte mit Medikamenten, mit Kalzium und auch
mit Operationen geholfen werden. http://www.uni-wuerzburg.
10.03 update 04.08
http: DetailsNext Im Norden entsteht eine Kultur von waffentragenden Rinderhirten,
nicht von Bauern .
Das milliardenschwere Cholesteringespenst------------------------------------------------------------------------------------------------