Der Kosmos und der ´Glaube´
in den Pyramidentexten, der Edda und der Gotik
Auf den ersten Blick wohl verwunderlich, weil hier zwei Texte verglichen
werden, die räumlich und kulturell weit entfernt viertausend Jahre auseinander
liegen. Zudem zwei Kulturgebiete, die bislang ´sinnvoll ´ kaum miteinander
verbunden werden können. Im Süden gewaltige Pyramiden, im Norden nur
einfache Megalithgräber, errichtet aus rohen grossen Felsbrocken.Der Schlüssel zum gemeinsamen Verständnis von Nord und Süd könnte die
technisch - mechanische Deutung des Kosmos gewesen sein. Sonne, Nacht,
Blitz, Donner, Regen, Kälte, Hitze, Geburt und Tod bedürfen einer Erklärung.
Zwei Möglichkeiten
1) Naturwissenschaftlich, physisch gegründet auf einer Wenn-Dann Logik.
Zum Beispiel bei den Pythagoräern :" Alles ist Zahl." (Naturreligion)
600 v. Unteritalien2) Metaphysisch gegründet : Es werden Götter erdacht. (´norm´. Religionen)
Ein Versuch
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Kosmos.
Naiv betrachtet ist am Anfang für einen Betrachter des Kosmos alles
ganz einfach, sogar der Himmel. Überall auf er Welt wölbt sich der Himmel
wie eine grosse Käseglocke über den Menschen.
Für jeden Betrachter sind auf dieser Glocke leuchtende ´Punkte´ zu sehen,.
Punkte, die ihre Position gegeneinander nicht verändern. Demnach müssten
sie auf irgend etwas befestigt sein. Es sind Fixsterne.Sie drehen sich zudem gemeinsam um einen bestimmten Punkt. Es ist die
Gegend des heutigen Polarsterns, dem Drehpunkt einer denkbaren Welt-
achse. Ein einfaches mechanisches Modell für den Menschen, zumindest in
nördlichen Breiten ständig sinnlich erfahrbar und aus eigener technischer
Erfahrung vordergründig erklärbar.
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Die ältesten Schriften der Menscheit sind die Pyramidentexte. Die Schriften
sind in den Königspyramiden der 5.und 6..Dynastie 2500-2200 v. in langen
Reihen noch erhalten. Sie sind im Ursprung problematisch, denn sie erschei-
nen ohne erkennbaren Entwicklungvorlauf.Problem : Der Kosmos und die Religion der frühen Pyramidentexte ist ver-
gleichbar mit dem Kosmos in der nordischen Edda um 1000, also fast 3500
Jahre später.
Horizont ´tödliches Wasser´ Boot Urhügel
1.) Am Anfang werden Himmel und Erdscheibe getrennt Der Himmel wird
durch Götter/Säulen/Bäume gestützt. Es wird hell. Mit der Trennung endet
das Chaos. Das Leben kann beginnen.
2) In der Mitte des Urmeeres erhebt sich eine Insel . Es ist der Urhügel auf
dem die Menschen leben können.
3) Jenseits des Meeres berührt der Himmel am Horizont für alle sichtbar
die mit Wasser bedeckte Erdscheibe.
4) Diese physikalisch logisch erscheinende Konstruktion wird metaphysisch
*religiös*, wenn aus ägyptischer´Sicht jenseits des Urmeeres am Horizont
Götter geboren werden. Der Horizont jenseits des Meeres. erscheint
dann als heiliger Bereich
5) Der Verstorbene erlangt Unsterblicheit, wenn er am Horizont mit den
Göttern Kontakt aufnehmen kann, deshalb
Das in Nord und Süd entstehende religiöse Problem:
Problem In Nord und Süd
Wie komme ich über den ´tödlichen´Ozean ?
Ein Transportproblem im Rahmen einer *Naturreligion*.
Cheops (2575-2465 v.) Oseberg, Norwegen 800 (Rekonstruktion)
Facit: In Skandinavien und am Nil wird im Bestattungsritual ein Boot benötigt
"Dieser gravierte Stein von Engelstrup, derzeit im Nationalmuseum in Kopenhagen, bezieht sich ver-
mutlich auf einen Urspungsmythos, einer Reise über
das Meer, sowie auf einen Sonnen- und Schlangen-
kult".
(unveröffentlicher Abdruck von E. Anati, 1956"
Anati, E. Höhlenmalerei , 1997
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Urmeer
Im Urmeer gibt es eine gemeinsame Riesenschlange, die sich um die Erde schlängelt. Im Norden die Midgardschlange, am Nil die Apopis.
Welche Lebenserfahrungen bewirkten am Nil und an den Küsten NW-
Europas den Glauben, dass im Meer eine Schlange liegen müsste? Orkan-
artige Winterstürme im Norden, die das durch Deiche noch nicht geschützte
Marschland verwüsteten ? (s.Kimbern und Teutonen?)
In Ägypten ´erklären´ später die Priester, dass eine Schlange im Nil der
Sonne auf ihrem nächtlichen Weg durch die Unterwelt gefährlich werden kann,
denn die Schlange kann den Nil leer trinken und damit die Bootsfahrt der
Sonne gefährden. Nun denn:-)-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Urhügel
als Insel im Wasser
Pyramiden Text .1022 " I am the primeval hill of the land in the midst of the
sea whose hand no earthling have grapsed"In späteren ägyptischen Texten wird angenommen, dass die jährliche Über-
schwemmung des Nils Grundlage für dieses Bild gewesen ist. Nach dem
Ende des Hochwassers taucht das überschwemmte Land wieder auf. (Helck)
Mos.1,9 "Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel
an besonderen Örten, daß man das Trockene sehe.. Und es geschah also".
1,10 " Und Gott nannte das Trockene Erde und die Sammlung der Wasser
nannte er Meer".
Edda "Sie nahmen ( den Riesen) Ymir-- und bildeten aus ihm die Welt.---
Aus dem Blut, das aus seinen Wunden geflossen war, machten sie das
Weltmeer, festigten die Erde darin und legten es im Kreis um sie herum,.--"
(Gylfaginning 8)
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Urhuegel
Stufenpyramide Djoser 2750 v.
Ziggurat , Dur-Untash 13.Jh.v
Sumer, Ur. Ziggurat
mit Proto-Dorischen Säulen
Susa,
Iran
Rekonstruktion, Ziegel. Dreistufig KREPIS
Aus einem Grab unter einem Hügel, eingefasst durch einen Steinkreis,
entwickelte sich die ägyptische Mastaba Ein kastenförmiger Hügel errichtet
über einem Grab.Zur Vergrösserung wurde Kasten auf Kasten gesetzt. Durch
diese Addition entstand die Stufenpyramide des Djosers (2750 v.), nach-
folgend die typischen, aussen glatten Pyramiden.Für die Ägypter waren die
Pyramiden das Symbol des Urhügels.
( Die Stufen sollen die Treppe zum Himmel symbolisieren. Vergleichbar den gestuften
Ziggurats in Mesopotamien.))
.Die bisher älteste Beschreibung der ikonographischen Funktion findet sich
in den Pyramidentexten. In Pyr 1652 heißt es dazu:
"Atum-Chepre, du wurdest hoch als Hügel, du gingst auf als "benben" im
benben-Haus in Heliopolis."
Die Spitze von Obelisken und Pyramiden werden als >benben< benannt. http://www.chufu.de/Tempel/Kairo/Heliopolis/heliopolis.html
"Atum-Chepre selbst wird dadurch mit dem Urhügel, dem Symbol der Welt- schöpfung gleichgesetzt. In Heliopolis ist ein solcher Hügel archäologisch nachgewiesen und die Pianchi-Stele überliefert uns den Namen dieses
Hügels als den "Hohen Sand in Heliopolis"Otto verweist zurecht darauf, daß es sich bei der Gleichsetzung zwischen
"benben " und dem "Hohen Sand" um eine "lokale Variante" handeln wird
Dies erhärtet sich dadurch, daß kein weiterer der belegten Urhügel, die tradi-
tionell wichtige religiöse Stätten markieren, mit dem benben gleichgesetzt
wird http://www.benben.de/Architektur/Exkurse/benben.html
In sumerischer Mytholgie war Nin-khursag die oberste Göttin. Sie wird als
ERDE oder MUTTER-.GOTTES bezeichnet. Ihr Name bedeutet *Herrin
der heiligen Hügel*, oder Herrin des Gebirges.
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Das Urmeer der Pyramidentexte erscheint ange-
deutet auch auf der babylonischen Weltkarte700 v.
Die Welt ist als Kreis dargestelt . Die umgeben-
den Meere werden "bitterer Fluss" benannt.
Oben auf der Karte steht die Bemerkung " wo
die Sonne nicht aufgeht"
Die Stadt Babylon ist als Rechteck nahe dem
Zentrum abgebildet. Der Euphrat verläuft mitten
über die Erdscheibe.Es gibt einen Urhügel s. P.S.)
Babylon
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Ankor Wat, Kambodscha
> Urhügel< mit Heiligtum umgeben vom Urwasser
~1150
.Kultureller Hintergrund Hindus / Buddismus.
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Weltachse
Für den Betrachter im Norden dreht sich der ´ Kosmos ´um einen Punkt, dem
heutigen Polarstern. Aus Sicht eines Praktikers naheliegend eine Weltachse
anzunehmen .( Am Äquator kann die " praktische" Vorstellung einer Welt-
achse nicht entstanden sein .Wenn, dann läge der Betrachter auf seinem Rücken )
In Ägypten trennt ein Luft-Gott "Schu" ganz am Anfang Himmel und Erde.
Shu ist die personifizierte Weltachse. Schu isr der älteste aller Götter.
Pyr. 75 "self created god who came into being alone, being older than the
gods, he who pierced the height of heaven"
Vergleichbar der griechische Titan ATLAS, der das Himmelsgewölbe tragen musste
Schu darf seinen Platz nicht verlassen. Er schwitzt bei seiner Arbeit Pyr.80
It is I who makes the sky light after darkness— the storm-cloud of the sky is
my efflux; hail-stormes and half-darkess are my sweat.—I am boundI for my
place of eternity.
Wo könnte eine solche Betrachtung des Kosmos entstanden sein? Im
Norden oder im Süden?
Problem : Schu in Ägypten müsste mit 60 Grad nach vorne geneigt seine
Stemmarbeit am Drehpunkt des Himmels verrichten. Vermutlich schwierig
für einen Priester, eine solche ´verwunderliche´ Arbeitsstellung einem
´normal ´ denkenden ägyptischen Fellachen zu erklären.
Im Norden müsste der tragende Luftgott senkrecht unter dem Drehpunkt der
Weltachse stehen, am Nordpol.In der Edda (um1300) gibt es eine entsprechende Himmelsäule, die Welt-
esche Yggdrasil: " Das ist bei der Esche Yggdrasil, da sollen die Götter
täglich Gericht halten.--------------Diese Esche ist die grösste und beste von
allen Bäumen, seine Zweige breiten sich über die ganze Welt und reichen
hinauf über den Himmel´(Gylfaginnig 15)
Irminsäule Der Mönch Rudolf von Fulda (gest. 865), schreibt "Auch einen Holz-
klotz (oder: Baumstamm) von nicht geringer Größe, der in die Höhe aufgerich-
tet worden war, verehrten sie ( sc. die Sachsen) unter freiem Himmel, den
sie in ihrer Muttersprache , *Irminsul*' nannten, was auf Lateinisch ´All-Säule '
bedeutet, da sie gewissermassen das All trägt".
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Saulen, die symbolisch ein ´Dach´, den Himmel tragen ?
Mythologie,wo entstanden ?
Vermutung
Vorderfront einer Kapelle mt schlanken Säulen, die mit dem hinteren Viertel
ihres Durchmessers in die Mauer eingelassen sind. Die Säule erscheint
nur als schmaler, rundlicher Vorsprung in der Mauer.
Aus technischer Sicht haben die >Säulen< keine statischen Tragfunktionen
(Die Mauer kann 5 Mter stark sein.)
( b) Frei stehende Hathorsäule. Wenn die Säulenspitze den Himmel
berührt, dann wäre die Göttin, wie die späteren christlichen Säulen-
heiligen an der richtigen Stelle himmlisch positioniert. (Hathor, Dendera l)
(c) Grosser Hof, Djoser, Teil einer Gesamtansicht einer Mauer mit Uräen-
fries (nicht eingezeichnet)
Griechischer Tempel. Rechts, Tempel mit einer Cella mit äusseren runden Halbsäulen. Demnach könnten die rechteckigen Wandvorsprünge in Ägypten
und Sumer in der mythschen Bedeutung tragenden *Säulen*. entsprechen
Die Vorstellung, dass der Himmel von Säulen getragen wird findet sich auch
in der Edda; 1.Gylfaginning 8.
"Sie nahmen auch seinen Hirnschädel und bildeten den Himmesl daraus, und
erhoben ihn über die Erde mit vier Ecken oder Hörnern, und unter jedes Horn
setzten sie einen Zwerg, die heißen Austri, Westri, Nordri, Südri"
Vergleichbare Mythologien in Ägypten ,Sumer und im Norden ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
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Problem
Ein auf den ersten Blick wohl verwunderlicher Befund
Kannelierte dorische Säulen. HERA Tempel (Frau des Zeus) ~600 v.
Der älteste Dorische Tempel in Olympia.
Die typisch kannelierten Säulen sind ursprünglich vermutlich aus Holz, später ersetzt durch Stein. Es wird vermutet, dass die vertikal von oben nach unten verlaufenden Kanneluren die Baumrinde symbolisieren
Bonifacius fällt 724 eine > heilige Eiche < . ES wird berichtet, dass er 84 jährig von den Friesen erschlagen wurde.
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Beni Hassan + 1800 v.
Problem
Protodorische
Säulen in Ägypten 2700 v.
h Fayence Kacheln. Djoser ~2700 v. Djed-Pfeiler tragen gestirnte Decke
a )Sakkara.Panell aus blauen Fayence-Kacheln mit einer Reihe Djed-Pfeiler,.
die eine gewölbte Decke tragen. (Himmel ?) Djoser
b ))Theben, Tal der Königinnen. Grab der Nerfertarie 9.Dyn (1306-1186 v. )
Sargraum, dessen rechteckige Pfeiler tragen eine gestirnte Decke . Auf
dem Pfeiler abgebildet ein Djedpfeiler.Ein Djed in gleicher Funktion wie eine kannelierte Säule !
Djed " In Ägypten ursprünglich ein Pfahl, um den stufenweise Getreideähren
kreisförmig gebunden sind, erhielt er später eine stilisierte Form. Es handelt
sich primär um ein Machtzeichen,in dem man die wirkende Mächtigkeit des
Getreides bei Beginn der Ernte bewahren wollte.
Das Ritual des Aufrichtens des Djed, wie das Schmücken mit bunten Bän-
dern wurde weithin geübt, erhielt aber neue Bedeutung .So erhielt das Ritual
einmal einen Platz beim Jubiläumsfest "Sedfest".(Helck)
Pyramidentext: Oh, Atum Chepri, du bist hoch geworden in der Höhe, du
erstrahlst im Benben Stein (ubenek) , der im Phönixhaus in Heliopolis ist
(hut benu) Vermuteter Vorläufer der ObeliskenDer altägyptische Name von Heliopolis, des Zentrums des Sonnenkultes
war JUNU; was PFEILER bedeutet. Gelegentlich findet man dafür auch die ausführlichere Bezeichnung JUNU MEHIT > der nördliche Pfeiler<
Die ersten Obelisken in der 5.Dynastie ( 2504-2347 v.) (Habachi)
Obelisk < Die Nadel der Kleoprata> ( Obelisk Thutmosis III aus Heliopolis
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im Zentral Park in New York)
Problem I Wenn es zutriftt, daß die Dorer in der Urnenfelder Zeit das
Megalith-Gebietder westlichen Ostsee verliessen und um 1200 v. auch
Griechenland erreichten dann könnten *verwunderliche* protodorische Säulen
In Ägypten auf eine ureuropäische Naturreligion verweisen.Problem II: Haben die kriegerischen Dorer / Spartaner um 1000 v. ihre
Mythologie und ihre typischen Säulen von den Ägyptern übernommen ?
Hatten sie keine eigenen religiösen Vorstellungen ?
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Süddeutschland Weltachse ? Schweden
Facit :Die *Physik* der Natur kehrt im Europa der Gotik ins philosophische Gedan-
kenspiel zurück. Franz von Assisi spricht mit den Vögeln und Blumen. In der
Scholastik darf wieder gelacht werden.
"Nur in einer Zuwendung zur Natur,den wilden Tieren, der Frische der Morgen-
dämmerung und den reifenden Reben konnte die Kathedralkirche noch
hoffen, die jagenden Ritter, die Troubadoure und den alten heidnischen
Glauben an die Macht der Erdkräfte zu sich zu bekehren""(Duby)
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Das proto-europäisch-ägyptische Kosmosbild
Der Kosmos in Nord und Süd stimmt überein in vier Merkmalen.
1) Ein Urmeer / Erdscheibe wird von der Sonne umkreist.
2) In der Mitte des Urmeeres ein Hügel. Der Lebensraum der Menschen..
3) Himmel und Erde berühren sich am Horizont. Treffpunkt von Gott und
Mensch
4) Im Ozean die Midgardschlange / Apopis
5) Das gemeinsame religöse Problem in Nord und Süd ,
obwohl ~3000 Jahre dazwischen:
Wie komme ich übers ´tödliche´Wasser
u.a. mit Hilfe eines Fährmannes
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Pyramiden Grabgang P.S. Nachtrag zur Weltachse /Lebensbaum
Eine Weltachse kann im Alten Ägypten verbunden werden mit dem Gott
Schu, dem Djedpfeiler, vielleicht mit dem Obelisken und mit einer einfachen technischen Überlegung.Der Drehpunkt einer Weltachse wäre aus technischer Sicht das Gebiet des
heutigen Polarsternes. In diesem Zusammenhang verwunderlich die auf den
Nordpol ausgerichteten Ausrichtung der Grabgänge in allen Pyramiden.
Die Grabgänge der Pyramiden von Djoser, Huni, Snofru, Cheops,
Mycerinos, Chephren sind mit einem Winkel von ca.30 Grad nach Norden
auf den Drehpunkt der Weltachse ausgerichtet ( dem Gebiet des heutugen Polarsternes)
Vorstellung : Die Seele verlässt das Grab. .Zielgerichtet durch die Richtung
des Grabganges gelangt sie im Norden in Nähe des Drehpunktes. Diesen Drehpunkt der Weltachse umkreisen Sterne, die nie den Horizont unterschrei-
ten. Sterne, die nie in Kontakt mit der Unterwelt geraten. Folgerichtig, dass
Fixsterne als Symbole der Unsterblichkeit " gehandelt" werden.
Problem: Wo entstand diese Vorstellung ?
Wenn der Luftgott Schu den Himmel trägt, dann müsste er am Nil mit
einem Winkel von 60 Grad nach vorne geneigt seine Arbeit verrichten !
Einem normal denkenden Fellachen wohl kaum zu vermitteln.
Pyr. 75 "self created god who came into being alone, being older than the
gods, he who pierced the height of heaven"
Anati, E. Höhlenmalerei 1997
Baumgärtel,E. Dolmen und Mastaba. Der Alte Orinet, 1926
Braested, J.H., Ancient Record of Egypt, II,117, 1906
Duby,G. Die Zeit der Kathedralen. Kunst und Gesellschaft 980-1420, 1980
Emery, Archaic Egypt 216f, 1964
Habachi,Lahib Die unsterblichen Obelisken Ägyptens, 2000
Helck,W. Otto,E. Kleines Lexikon der Aegyptologie 1999
Lange,K. Hirmer.M. Ägypten 1978
Montelius, O. Die älteren Kulturperiodn im Orient und Europa, 1903-1923
Roeder, G Urkunden zur Religion des Alten Ägyptens, 1919
Stadelmann,R. Die Agyptischen Pyramidne, 1991
kosm-pyr-edda
30.12.04 updatehome
Next Horzont, Urozean und der Fährmann
Um uebers Urmeer zu den Goettern zu gelangen braucht die Seele ein Boot und
einen Faehrmann
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Heide
P.S.
lberger "Assur-Forschung" im Rahmen des Leibniz-Förderprogramms
:www.uni-heidelberg.
" Außerdem zeigen die Namen verschiedener Tempelteile, daß die Anlage des Assur-Tempels bereits im 2. Jt. v. Chr. nach dem Vorbild des uralten zentralen Heiligtums des sumerischen Götterkönigs Enlil (Tempel Ekur in Nippur) und später auch nach dem Vorbild des babylonischen Zentralheiligtums Esagil (in Babylon) gestaltet wurde. Der Assur-Tempel scheint somit grundlegende, für das gesamte Alte Mesopotamien repräsentative Strukturen aufzuweisen.
Eine Beschäftigung mit mesopotamischen Schöpfungsmythen einerseits und dem im Assur-Tempel, in der Stadt Assur und ihrer Umgebung gefeierten Neujahrsfest andererseits zeigte sehr rasch, daß in den Neujahrsfestritualen der "Mythos von der Schöpfung und Ordnung der Welt" 'reaktualisiert' wurde. Der mythische Raum und mythische Handlungsschauplätze finden somit ihre Entsprechungen in Räumen und Örtlichkeiten der realen Welt. In dem Assur-Tempel und dem Neujahrsfesthaus verschmolz der mythische Raum mit dem 'Faßbar-Realen'. So wurde z. B. der uranfängliche Ort ("Urhügel"), von dem die Schöpfung ausging, im Assur-Tempel als Heiligtum verehrt. An diesem Ort war im Mythos der Schöpfergott zum Götterkönig erhoben worden, und an eben diesem Ort ließ sich der assyrische König von dem Schöpfergott und Götterkönig in seinem Amte bestätigen. Im Ritual des Neujahrsfestes betraten Gott und König gemeinsam diesen "Urhügel". Wie der Gott im Uranfang hier das Schicksal der Welt bestimmt hatte, wurde im Ritual des Festes an dem faßbar-realen Ort des "Urhügels" im Assur-Tempel das Schicksal des Landes und seines Königs für das kommende Jahr durch den Gott festgelegt. Vorzeit und Gegenwart, Götterkönig und irdischer König wurden in diesem Augenblick eins.
Ist der harmonische Dreiklang von Mythos, Ritual und Architektur bzw. Kulttopographie erst erkannt, entdeckt man, daß der Assur-Tempel in gewisser Weise ein 'steingewordenes Ebenbild' des Kosmos darstellt. Sehr ähnliche Konzeptionen bestimmen auch die zentralen Heiligtümer des Enlil (in Nippur) und des Marduk (in Babylon)."