Die geographische Isolation des Megalithgebietes der
westlichen Ostsee
und der Ursprung der Post-Magdalenischen-Proto-Germanen
Vor ~ 10000 Jahren beginnt die Eiskappe im Norden Europas zu schmelzen.
In der Tundrenzeit um 9000-8000 v. waren die Temperaturen etwa 7-8 Grad
tiefer als heute. Im nachfolgenden Atlantikum 5000-3000 etwa 2-3 Grad
höher
Oben Südrand des nordischen Inlandeises 12000-10000 v. Die unter-
bochene Linie umfasst das Gebiet der mitteleuropäischen Magdalénien-
Kultur (15000-9000).http Ein jüngerer Abschnitt des Jungpaläolithikum in
Mittel und Westeuropa am Ende der Eiszeit und der Altsteinzeit.
Die mitteleuropäische Park-Tundra wandert langsam nach Norden.
Entlang der Donau und Südfrankreich entstehen die ersten lichten
Wälder. Birke, Nadelbäume und Haselnusssträucher breiten sich aus.
Die allmählich einsetzende Bewaldung in Mitteleuropa zwingt Tier und
Jäger der zurückweichenden Tundra nach Norden zu folgen. In den
einstigen Hauptzentren der Jungsteinzeit, so in Mittelfrankreich und im
Donauraum, führt das Verschwinde n des Grasslandes, das einst
riesigen Wildherden Nahrung und Lebensraum geboten hatte, zu einer
Abnahme der Bevölkerung. Die jungpaläolitische Kunst verkümmert.
Im Gebiet der westlichen Ostsee geraten die Rentierjäger auf eine
Halbinsel umgeben von Wasser. In Nord, West und Ost Meeresküsten,
nach Süden ein zumindest für Rentierjäger ein lebensfeindlicher Urwald
bis zu den Alpen.
Ein Teil der Jäger passt sich den neuen Lebensbedingungen im bewal-
deten Mitteleuropa an. Sie bleiben in ihrem ursprünglichen Siedlungs
gebiet Sie folgen den Rentieren nicht nach Norden. Aus Jägern wurden
Bauern. Archäologisch nachweisbar werden
zwei neue Kulturen
1.) In Mittel -Europa die LBK (Linear Band Kultur) (Landwirtschaft)
2.) Im Norden die Trichterbecher Kultur (Rinderhirten ?)
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Linear- Bandkeramik (LBK)
link
Entwicklung der Landwirtschaft im Europa des Meso- und Neolithikums.
Nachweisbar durch eine einheitliche Form der Niederlassungen und
der mit Bändern gekennzeichneten Keramik ( Linearbandkeramik (LBK)).--------------------------------------------------------------------------------------------
Ganz anders die kulturelle Entwicklung im
Nordischen Kreis
.
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Nordischer Kreis Schleswig-Holstein ältere Megalithgräber 4. Jht.
Die Rentiere überwinden die Meeresgrenzen und folgen der Tundra
weiter nach Norden, aber die Masse der Jäger folgt nicht .Sie geraten -
aus welchen Gründen immer- in
eine geographische Falle
und bleiben über Jahrtausende genetisch getrennt vom Rest der Welt
Im Norden entsteht ein genetisch weitgehend isoliertes Gebiet
Tacitus (4) stützt diese Vermutung
"Ich selbst schließe mich den Meinungen derer an, die glauben, dass die
Stämme Germaniens -in keiner Weise durch eheliche Verbindungen mit
anderen Völkern vermischt - ein eigenwüchsiges, unvermischtes Volk
von unvergleichlicher Eigenart sind..Darum ist auch die äußerer Erschei-
nung, soweit man das bei einer so großen Zahl von Menschen sagen
kann, bei allen die gleiche: alle haben trotzige, blaue Augen, rotblondes
Haar und hühnenhafte Leibe, die freiich nur zum Angrifff taugen .In
mühseliger Arbeit und Strapazen haben sie nicht die gleiche Ausdauer
und am wenigsten sind sie Durst und Hitze zu ertragen gewöhnt, wohl
aber in Folge des Klimas und der Bodenbeschaffenheit Kälte und Hun-
ger.""
Die Biologie in Verbindung mit Darwin bestätigt diese Aussage.(folgend)
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Die mesolithische Kultur der Rentierjäger.passt sich klimatisch an und
im Norden ensteht die Trichterbecher-Kultur (Übersicht, engl..Baldia)
Trichterbecher Kultur (4100-2700 v.)
Das namengebende ´ Leitfossil´ dieser Kultur sind Trichterbecher.
Bemerkenswert vorne die kleine * Baby-Trinkflasche* (http babys.bottle )
Sieht aus wie eine moderne Schnabeltasse.
Eine auf den ersten Blick banal erscheinende Frage Aus Bechern wird
etwas getrunken.
.
"Was wurde getrunken ?"
Problem: Wenn aus den Bechern der Trichterbecherzeit Milch getrunken
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wurde dann naheliegend, dass in dieser Zeit im Gebiet der westlichen
Ostsee Milch ein ´kulturprägendes´ Grund-Nahrungsmittel gewesen ist.
Waren die Megalithiker milchtrinkende Rinderhirten ?
Über den Milchzucker kommt die Biologie und Darwin ins neolithische Gedankenspiel
Vorweg eine kleine Geschichte :vielleicht im Zusammenhang mit dem
isolierten Gebiet im Norden.
Homer (800 v.) gibt einen auf den ersten Blick vermutlich verwunderlichen Sachhinweis zu einem isolierten Land am Ende der Welt Es ist das Land
der Phäaken
(Spanuth verweist auf mögliche Verbindngen zwischen Phäaken und Dorern)
Odysseus wird während eine Sturmes als Schiffbrüchiger im Land der
Phäaken ans Ufer geworfen. Er fällt erschöpft in einen tiefen Schlaf. Am
nächsten Morgen kommt Nausikaa, die schöne Tochter des Königs, um
mit ihren Mägden am Fluss zu waschen. Odysseus erwacht, verlässt sein
Versteck und bittet um Hilfe.Die Mägde laufen schreiend davon.Odysseus
war nur spärlich bekleided. > Ich würde mich schämen, nackend zu stehn
in Gegenwart schöngelockter Jungfrauen<.Nausikaa ruft die Jungfrauen zurück.
" Dirnen steht mir doch stille! Wo flieht ihr hin vor dem Manne?
Meint ihr etwa, er komme zu uns in feindlicher Absicht?
Wahrlich der lebt noch nicht und wird niemals geboren,
welcher käme ins Land der phaeakischen Männer in Feindschaft,
unsere Ruhe zu stören;denn sehr geliebt von den Göttern,
wohnen wir abgesondert im wogenrauschenden Meere
am Ende der Welt und haben mit keinem Gemeinschaft.
-------" Denn nahe wohnet uns niemand"."(Od.6/200,279 ff Voss)
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Diese Schilderung eines Wohngebietes würde zum Siedlungsgebiet der
westlichen Ostsee passen. Es passt zusätzlich, dass Odysseus ein geo-
graphisch isoliertes Küstenland mit günstigem Klima betritt, denn" der
täglich und stündlich wehende Westwind lässt ja die Früchte hier wach-
sen , dort reifen". (7/119).
Dieser Westwind war und ist bis heute eine wesentliche Voraussetzung
für das Leben in diesem, in neolitischen Zeiten extrem nördlichen Gebiet.
Es is t der Westwind, der die milde Luft des Golfstromes und den Regen
in dieses, ´von Göttern sehr geliebte Gebiet leitet.
Ohne Westwind, wäre Dänemark heute ein ´Weideland´ für Elche.
Problem: Wo gibt es im Erfahrungsbereich eines Griechen um 800 v.
ein Land auf das die Beschreibung der Phäaken passen würde? Ein
isoliertes Land im verkehrsoffenen Bereich des Mittelmeeres ?
Könnte > Homer< ein Dorer gewesen sein?
--über diesen (wohnten) die Hyperboreer, die grenzen an
das Meer. Alle diese, ausser den Hyperboreern bekriegten
immer ihre Nachbaren"" Herodot 4/13 "
(Die nordischen Vollgriffschwerterr ~1500 v- wurden nicht zum Kampf verwendet )
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Aus archäologischer Sicht ist eine weiterführende ´Beweisführung´ dieser Nord-Isolations-Hypothese wohl nicht möglich. Weiterführend sind aber
die Naturwissenschaften, die Biologie zusammen mit der Darwin´schen
Theorie.
Der Gen-Pool der Magdalénischen Rentiejräger wird im Norden den
neuen post-glazialen Lebensbdingungen durch Selektion angepasst.
Biologie .Man wird blond und kann Vollmilch verdauen. Normale Säuge-
tiere können es nicht. Eine verwunderliche Grübelecke, aber Darwin kann helfen :-)
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Facit:
Im isolierten Norden lebten über Jahrtausende genetisch isoliert
Post-Magdalénische- Proto-Germanen
x x
Almgren,O. Nagrasvensk-finska stenalders problem, in Antikvarsik
tideskrift för Servergi Bd.XX
Baumgärtel, E. Dolmen und Mastaba in Der alte Orient 1926
Müller-Karpe,A Die RINDERZEIT* in der Sahara Der Krieg als Bildmotiv
in der prähistorischen Kunst Nordafrikas
Spanuth, J . Atlantis 1965
Schwantes,G: Die Vorgeschichte von Schleswig-Holsteien. 1939:(zit bei Spanuth)
Schwarzenbach, M. Das Klima der Vorzeit 1988
Isolation 02.02.05 12.06 upd.
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P.S.
Trichterbecherkultur, Mitteleuropa-Theorien (Wikipedia)
Gustav Kossinna argumentierte, dass die Indogermanen auf die meso-
lithische Bevölkerung Mitteleuropas zurückgehen und damit die Urbe-
völkerung bilden würden. Der vermutete Siedlungsraum lag zwischen
Weser, Ostsee, Ostpolen und Karparten. Etwa 4000 v.Chr.hätten diese
Frühindogermanen die Trichterbecherkultur ausgebildet und ca. 2500 v.
ihre Wanderungen auf dem Balkan. nach Vorderasien und Indien ange-
treten. Eine Invasion aus dem asiatischen oder südrussischen Raum
hätte es danach nicht gegeben. In den 30er und 40er Jahren vertraten
zahlreiche Wissenschaftler diese Ansicht, die auf europaeischer Ebene
heute nicht mehr relevant ist. (20.04.06 Wikipeda))
Vitamin D Mangel (Rachitis) und Laktase (Milchzucker) stützt
Kossinna und SpanuthKossinna
Scharf umgrenzte Kulturprovinzen decken sich zu allen Zeiten mit ganz
bestimmten Völkern oder Völkerstämmen." Diese Aussage Kossinnas,
die sog. "lex Kossinna", bildet die Grundlage seiner siedlungsarchäolo-
gischen Methode.Sie bezog sich nicht wie die moderne Siedlungsarchäo-
logie Jankuhnscher Prägung auf die einzelnen Ansiedlungen oder Sied-
lungslandschaften, sondern auf die ethnische Interpretation archäologi-
scher Kulturgruppen, mit deren Hilfe die "völkische" Siedlungsgeschichte
geschrieben wurde. Diesem nationalistischen Hintergrund verdankt die
Methode ihren politischen Missbrauch insbesondere während des
Nationalsozialismus (Wikipedia, Kossinna 1858-1931))
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Rachitis als Folgen einer Wanderung. Die dunkle afrikanische
Haut wird im Norden ´lebensgefährlich.´ Es fehlt Vitamin D
etr